Historische Tiefstände bei Solarmodulpreisen

Seit 2023 sinken die Preise für Photovoltaik-Module fast kontinuierlich. Bis Ende 2024 haben sie vielerorts historische Tiefststände erreicht. Der Preisverfall hat mehrere Ursachen – hier die wichtigsten Faktoren im Überblick:

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Überangebot durch Kapazitätsausbau

Vor allem in China wurde die Produktionskapazität massiv erhöht. Das weltweite Überangebot hat zu einem deutlichen Preisverfall geführt, da mehr Module produziert als abgenommen werden.

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Hohe Lagerbestände & Abverkaufsdruck

2023/24 stauten sich große Modulbestände entlang der Lieferkette. Um Lager zu räumen, reduzierten Hersteller und Händler die Preise – teilweise deutlich unter Herstellkosten.

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Rückgang der Materialkosten

Polysilizium, Wafer und andere Vorprodukte wurden deutlich günstiger. Sinkende Rohstoffkosten senken die Produktionskosten und damit auch die Marktpreise für Module.

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Starker Wettbewerb & Preiskämpfe

Die große Zahl an Anbietern führte zu einem intensiven Preiswettbewerb. Viele Hersteller verkaufen zeitweise unter Selbstkosten, um Marktanteile zu halten.

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Technologische Entwicklung

Neue Zelltechnologien wie TOPCon oder HJT erhöhen die Effizienz und senken die spezifischen Produktionskosten – was zusätzlich Druck auf ältere Modulserien ausübt.

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Politische & Handelsfaktoren

Zollregelungen, Handelskonflikte und europäische Importbestimmungen schaffen Unsicherheit und kurzfristige Preisschwankungen, vor allem auf dem EU-Markt.

Kurzfazit: Der Preisverfall ist das Ergebnis aus Überkapazitäten, sinkenden Materialkosten und hartem Wettbewerb. Solange sich die Märkte nicht bereinigen und Lagerbestände bestehen, bleibt das Preisniveau niedrig – bei weiterhin hoher globaler PV-Nachfrage.